Wolfgang Amadeus Mozart

Inhaltsverzeichnis

Kurzzusammenfassung

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27.1.1756 im Fürsterzbistum Salzburg geboren und ist am 5.12.1791 im Alter von 35 Jahren in Wien verstorben. Mozart war Komponist und Musiker der Wiener Klassik, und seine Werke zählen zu dem bedeutendsten Repertoir der klassischen Musik. Bereits zu Lebzeiten erreichte Mozart großen Ruhm.

Notenbuch

Die Klavierstücke von Wolfgang Amadeus Mozart gehören zu den Stücken die am liebsten gehört werden. Mozart hat einen eigenen Stil der schwer zu beschreiben aber unverwechselbar und unglaublich schön im Gehör ist.
SChöne einfache Bearbeitungen sind bereits für Anfänger gut spielbar und führen einen gut an das Klavierspielen heran. Hier dazu ein geeignetes Notenbuch:
Mit Mozart am Klavier
Etwas schwierigere Stücke für fortgechrittene Klavierspieler von Mozarts Klavierkonzerten findest du hier: Kadenzen zu Mozarts Klavierkonzerten 1

Leben

Wunderkind(1756-1766)

Am Tag nach seiner Geburt wird Mozart im Salzburger Dom auf die Namen „Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus“ getauft, während sein Vater Leopold Mozart seine Namen etwas anders als „Joannes Chrisostomus Wolfgang Gottlieb“ verkündete. Sein Rufname war Wolfgang, Wolferl oder Woferl.
Mozarts Vater Leopold Mozart war aus Augsburg zum Studium an der Benediktineruniversität(1622-1810) nach Salzburg gezogen und dort als fürstbischöflicher Kammermusikus, ab 1757 als Hofkomponist und ab 1763 als Vizekapellmeister tätig.
Mozarts Mutter Anna Maria Pertl war in Sankt Gilgen aufgewachsen.
Mozart war erst das 2. der 7 Kinder seiner Eltern das überlebte.
Bereits mit 4 Jahren wurde Mozart gemeinsam mit seiner 5 Jahre älteren Schwester Anna Mozart in allgemeiner Musik, sowie Klavier und Violine von ihrem Vater unterrichtet.
Bereits 1761 schrieb der Vater Mozarts „Wolfgangerl Compositiones“ auf, was ein Andante und Allegro waren, die sich Mozart selber ausgedacht hatte. Später folgten ein Allegro und ein Menuetto.
Nicht nur im komponieren, auch im musizieren war Mozart äußerst begabt. Bereits 1762 trat er mit seinen 6 Jahren auf. Nur 2 Jahre nachdem sein Unterricht begonnen hatte.

Noch 1762 organisierten die Eltern Mozarts eine 3,5 Jahre lange Konzertreise der ihrer Wunderkinder Mozart und seiner Schwester, bei der die Kinder am Hofe oder in öffentlichen Akademien auftraten. In dieser Zeit komponierte Mozart seine ersten 4 Sonaten, die 1764 als erste seiner Werke gedruckt wurden.

In London lernte Bach die Symphonie und Oper sowie Johann Christian Bach kennen, der zu seinem ersten Vorbild wurde. 1778 schrieb Mozart nach einem Wiedersehen in Paris an seine Familie: „ich liebe ihn (wie sie wohl wissen) von ganzem herzen-und habe hochachtung vor ihm.“

Erste Kompositionen und Italienreise(1766-1771)

Nachdem Mozart von der Tournee zurückgekehrt war, folgten erste Uraufführungen in Salzburg. Unteranderem „Die Schuldigkeit des ersten Gebots“ die Mozart mit 11 Jahren gemeinsam mit dem deutlich älteren Hofmusiker Anton Cajetan Adlgasser und Michael Haydn komponierte.
Um der Pockenepidemie zu entfliehen reisten sie im September nach Wien. Das half jedoch nichts, und Mozarts Gesicht vernarbte durch die Pocken.
Nach 1 Jahr und 3 Monaten kehrte die Familie am 5.1.1969 nach Salzburg zurück. Mozart bekam seine erste (wenn auch unbezahlte) Anstellung zum 3. Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle.
Am 13.12.1769 startete Mozart gemeinsam mit seinem Vater die erste seiner 3 großen Tournee’s die 3,5 Jahre dauerte und durch Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel, Turin, Venedig, Padua, Vicenza, Verona und Innsbruck führte. 1770 wurde Mozart in Rom sogar zum „Ritter vom Goldenen Sporn“ ernannt, nutzte diesen Titel jedoch nie.
Ihm gelang es die streng geheime Partitur Miserere von Gregotio Allegri nach zuhören anschließend fehlerfrei aus dem Gedächtnis niederzuschreiben.
Nach einer Klausur wurde Mozart in die „Accademia Filarmonica di Bologna“ aufgenommen und lernte dort bedeutende Musiker wie Goivanni Paisiello oder Niccolo Piccini kennen. Nach der erfolgreichen Uraufführung von Mozarts „Opera seria Mitridate“ am 26.12.1770 erhielt er 2 weitere Aufträge.
Nachdem Mozart in Italien keine Anstellung bekommen hatte, kehrte er mit seinem Vater am 15.12.1771 nach Salzburg zurück.

Konzertmeister in Salzburg(1772-1777)

1772 wurde Mozart vom neuen Fürsten Hieronymus Franz Josef von Colloredo zu dem Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt.
Seine dritte Italienreise folgte vom 24.10.1772-13.3.1773, wo auch sein erstes Klavierkonzert.
Mozart versuchte auch in Salzburg als Künstler Fuß zu fassen, so führte er am 23.4.1775 „Dramma per musica II re pastore“ auf, was jedoch schlecht ankam.
Nachdem ihm als Konzertmeister der Kofkapelle der Urlaub verwährt wurde, bat er um seine Entlassung.

Stellensuche und Rückkehr nach Salzburg(1777-1781)

Nach seiner Entlassung startete Mozart eine Städtereise mit seiner Mutter um einen Job zu finden oder einen Auftrag zu bekommen. Jedoch gelang dies weder in München noch Augsburg oder Mannheim.
Dafür lernte er die Familie Weber kennen. In die Tochter Aloisia, eine Söngerin und später Primadonna in München, verliebte er sich.
Nach 5 monatigem Aufenthalt drängte der Vater auf eine Weiterreise nach Paris. Dort konnte er zwar seine Ballettmusik „Les petits riens“ aufführen, erhalt aber keine weiteren Aufträge.
Seine Mutter verstarb während der Reise am 3.7.1778 um 10 Uhr abends.
3 Monate späteram 26.9 reiste Wolfgang Amadeus Mozart widerwillig zurück nach Salzburg, und besuchte auf seinem Rückweg nocheinmal die Webers und seine Angebetete. Mitte januar 1779 erreichte er Salzburg und wurde am 17.1 zum Hoforganisten ernannt. Dort komponierte er auch die „Krönungsmesse“.
Am 29.1.1781 führte er in München seine Opera seria Idomeneo auf, die sehr gut ankam.
Mozarts Verhältnis zum Erzbischof war ohnehin angespannt, da dieser ihm verbot an Konzerten in Wien mitzuwirken. Es folgten später zwei schwere Auseinandersetzungen und der sog. „Fußtritt“ seines gräflichen Abgesandten. Nach 20 Monaten Anstellung kündigte Mozart am 8.6.1781, und zog nach Wien wo er sein Geld durch Konzerte in öffentlichen und privaten Akademien verdiente.

Freischaffender Komponist in Wien(1781-1791)

In dieser Zeit schaffte er viele seiner großen Werke. Er war selbstständig arbeitete häufig auf Vorrat und suchte durchgehend Klavierschüler sowie Auftraggeber.
So wurde am 29.10.1787 „Don Giovanni“ und am 30.9.1701 die Oper „die Zauberflöte“, uraufgeführt. Außerdem komponierte er 1783 die „Große Messe in c-Moll“ sowie zahlreiche Sinfonien wie die „Prager Sinfonie“ aus 1786.
1782/83 kam Mozart durch Gottfried van Swieten in der heutigen Nationalbibliothek von Österreich in Kontakt mit Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels Werken des Barocks, die einen tiefen Eindruck bei Mozart hinterließen, und seine folgenden Kompositionen stark beeinflussten.
Mozart heiratete am 4.8.1782 Constanze Weber, eine kleine Schwester von Aloisias, in die er verliebt gewesen war. sie bekamen 6 Kinder von denen aber nur Carl Thomas sowie Franz Xaver Wolfgang die Kinderzeit überlebten.
Mozarts Vater starb am 288.5.1787, den er lediglich einmal 1783 besucht hatte, und der ihn auch nur einmal besucht hatte.
Mozart trat 1784 den Freimaurern bei, deren Stuhmeister Illuminat Ignaz von Born war. Mozart veranlasste dass auch sein Vater Freimaurer wurde. Am 16./22.4.1785 wurde dieser in der Loge „Zur wahren Eintracht“ in den 2. bzw. sogar 3. Grad erhoben.
Sein Kontakt mit den Freimaurern ist in den gesellschaftskritischen Seiten von „Die Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ wiederzufinden. Mit dem sstemkritischen Inhalt von „Le nozze di Figaro“ 1786 überforderte er sein Publikum.
Seine wirtschafltiche Situation verschlechterte sich immer mehr. Obwohl er zuvor ein Jahresgehalt von 800 Gulden als Kammermusicus von Joseph II seit dem 7.12.1787 hatte, hatte er kein Geld angespart und musste sich sogar Geld von Freunden leihen.
Um dem wirtschafltichen Ruin zu entfliehen machte er noch eine Rundreise. Erfolg hatte er aber nur in Prag und das auch nur mäßig.
Erst mit der Zauberflöte kam eine Besserung Zum ersten mal aber nicht durch den Adel, sondern der einfachen Bevölkerung als Publikum.

Letzte Werke und früher Tod

Nach der Uraufführung der Zauberflöte am 30.9.1791 wurde Mozart nur wenige Wochen später bettlägerig. 5 Minuten vor 0 Uhr 1 Uhr verstarb MOzart mit fast 36 Jahren am 5.12.1791. An Mozarts Wohnort seines letzten Lebensjahres, dem „Kleinen Kayserhaus“ wurde eine Gedenktafel an Mozarts Tod angebracht.
Mozarts Totenbeschauer nannte hitziges Fieber, einen bakteriellen oder viralen Infekt, Syphilis, eine Überdosis an Quecksilber (zur Behandlung von Syphilis), Stroptokokken, rheumatisches Fieber, oder Herz-/Nierenversagen, oder folgen Mozarts mehrmaligen Aderlässen vom 3.12
Mozart selber war überzeugt vergiftet worden zu sein. Anhaltspunkte gibt es dafür nicht. Dafür umso mehr Legenden, die z.B. seinen missgünstigen Kollegen Antonio Salieri beschuldigen.
Zunächst wurde er in einem alggemeinen Grab beerdigt. Seine verwitwete Frau besuchte dieses erst 17 Jahre nach seinem Tod. 1895 wurde eine Grabmal errichtet, und später das Grab von der Stadt Wien zu den Musiker-Ehrengräbern am Zentralfriedhof(32 A-55) übertragen. Der Friedhofswärter errichtete in Eigeninitiative auch ein Mozart-Gedenktafel an der ehemaligen Grabstelle , welche nach und nach mit Spolien anderer Gräber zu einem Grabmal ausgebaut wurde. Das grabmal ist heute eine gut besuchte Sehenswürdigkeit.

Hinterlassenschaft

Biografen der Romantik haben Mozart immer ärmer dargestellt. Im Vergleich zu seinen Standesgenossen, den Bürgern 4. Standes war er jedoch reich. Sein Jahresgehalt von 10.000 Gulden entstpräche heute der Kaufkraft von 125.000 €. Durch seinen Lebenswandel hatte er zwar manchmal finanzielle Nöte, vorallem aber durch seinen aufwändigen Lebensstil. Er bewohnte große Wohnungen, hatte viele Bedienstete, extrem teure Kleidung und als Statussymbol sogar einen Billiardtisch.
Wegen seines hohen Lebnsstils musste er sich dennoch häufig Geld von Freunden leihen. Vermutlich, aber nicht bewiesen, ist die These, dass er viel geld beim Glücksspiel um große Summen verlor.

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