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Rondo

Das Rondo ist eine seit dem 17. Jhdt bekannte musikalische Form, bei der sich ein wiederkehrender Formteil (genannt Ritornell, Kehrreim oder Refrain) mit anderen Teilen (meistens Couplet genannt) abwechselt. Das Rondo kann alleine stehen, ist aber meist Teil (Satz) eines Werkes. In Sonaten oder Solokonzerten bildet es meistens den Schlusssatz.

Das Rondo entwickelte sich aus gesungenen oder getanzten Reigen. Dort wurde der Kehrreim von allen gesungen oder getanzt, während zwischen zwei Ritornellen immer ein kontrastierendes Couplte auftrat, welches nur von einer einzigen Person gesungen oder getanzt wurde. Diese Art der Lieder wurde schon früh von der Instrumentalmusik als “Rondoform” übernommen.

Die Rondoform lässt sich meistens mit

A-B-A-C-A-D-…-A

beschreiben, wobei A das wiederkehrende Ritornell und B,C,D,… verschiedene Couplets darstellen. Kommt ein Couplet mehrmals vor kann das Rondo auch wie z.B.

A-B-A-C-A-D-A-B-A-D-A

aussehen.

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen drei Rondoformen:

  • Kettenrondo:
    Hier wechselt sich das Ritornell (A) mit immer verschiedenen Couplets (B,C,D,…) ab:
    A-B-A-C-A-D-…-A
    Dieses Rondo ist eine für die Barockmusik typische Rondoform.
  • Bogenrondo:
    Dieses Rondo hat eine symmetrische Anlage. Zwei Eckteile (A-B-A) umrahmen den kontrastierenden Mittelteil (C):
    A-B-A-C-A-B-A
    Da diese Rondoform typisch für die Wiener Klassik ist, wird es auch klassisches Rondo genannt.
  • Sonatenrondo:
    Diese Form ist eine Mischung aus Rondo und Sonatenhauptsatzform. Wenn beim Bogenrondo das Couplet B zum ersten Mal in der Dominant-Tonart, das zweite Mal aber in der Tonika-Tonart, verhalten sich A und B wie das Haupt- und Seitenthema in Exposition und Reprise einer Sonatenhauptsatzform. Der kontrastierende Mittelteil ist dann die Durchführung. Ein Sonatenrondo kann auch wie ein Sonatenhauptsatz durch eine Einführung oder ein Coda erweitert werden.

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