Klavier lernen

Wenn du Klavier von zu Hause und zunächst ohne Klavierlehrer oder Musikschule lernen möchtest, dann bist du hier genau richtig.

Hier lernst du die Grundlagen um Klavier zu spielen. Um es dann aber richtig zu können musst du regelmäßig üben, wobei dir dann keiner mehr helfen kann. Am Ende dieses Artikels weißt du aber schonmal wie man Noten liest, die Hände zum spielen hälst und welche Stücke optimal fürs Klavierlernen geeignet sind. Im jeweiligen Artikel findest du auch praktische Übungen zum selber machen

Inhaltsverzeichnis

Noten lesen

Hier siehst du die ersten Takte von Pirates of the Caribbean.

Notenschlüssel

Der obere Notenschlüssel ist der Violinschlüssel oder auch G-Schlüssel genannt.

Der untere Notenschlüssel ist der Bassschlüssel oder auch F-Schlüssel.

Noten

Es gibt Notenlinien und Zwischenräume. Der Violinschlüssel und der Bassschlüssel liegen jeweils auf 5 Notenlinien und 4 Zwischenräumen. Jede Notenlinie und jeder Zwischenraum stehen dabei für jeweils eine Note. Die Reihenfolge der Noten, die Tonleiter ist stets: C, D, E, F, G, A, H

Das heißt wenn man weiß wo eine Note liegt, kann man die anderen einfach durchzählen.

Der G-Schlüssel heißt so, weil er die Notenlinie G (die 2. von unten) umschließt. die nächste Note, also im 2. Zwischenraum ist dann ein A, die auf der 3. Notenlinie ein H, und so weiter. Das gleiche geht natürlich auch nach unten. Der erste Zwischenraum ist ein F, und die erste Linie ein E.

Und weißt du schon wie die abgebildete Note heißt?

Richtig, es ist ein D. Jetzt hören die Notenlinien auf. Dennoch gibt es noch weitere Noten. Dazu kann man Hilfslinien benutzen. Man zeichnet eine kurze Linie im gleichen Abstand wie die übrigen Notenlinien unter oder über die bisherigen Noten. Das kann man so oft tun wie man möchte. Die erste Hilfslinie unter dm Violinschlüssel wäre dann ein C.

Genauso funktioniert das auch im F-Schlüssel. Und genauso wie beim G-Schlüssel hat dieser seinen Namen daher, dass er die 2. Notenlinie von oben umschlingt, welche für das F steht.

Jetzt kannst du schon besser Noten lesen als die meisten 🙂

Jetzt das ganze noch auf dem Klavier:

Hier siehst du 2 Oktaven einer Klaviertastatur. Du zählst ausschließlich die weißen Tasten von links nach rechts durch, undzwar genauso wie bei den Noten auf dem Papier. Dabei entspricht die Note die ganz links zu sehen ist dem C. Dem C, welches auf dem Papier auf der ersten unteren Hilfslinie im Violinschlüssel liegt. Die auf den Noten abgebildete Note, die du erraten hast, das D, ist die 2. weiße Taste von links. Auf diese müsstest du jetzt also draufdrücken. Und dann geht es wieder so weiter: C, D, E, F, G, A, H. Danach geht es wieder von vorne los.

Jetzt fragst du dich bestimmt schon was die schwarzen tasten sind. diese stellen Halbtonschritte dar. Aber zunächst zurück zu dem Notenbild von oben mit den Notenschlüsseln. Direkt vor diesen Notenschlüsseln siehst du ein kleines „b“. Dies bedeutet so viel wie dass die Note (in diesem Fall ein H) um einen Halbton nach unten verschoben wird. Auf der Klaviertastatur bedeutet das, das die schwarze Taste links daneben gespielt werden muss. Dann spricht man den Ton auch anders aus: C -> Ces, D -> Des, E -> Es, F -> Fes, G -> Ges, A -> As, H -> B. Eine Ausnahme bildet das F, denn links neben dem F gibt es keine schwarze Taste. In diesem Fall muss dann die links daneben liegende weiße Taste gespielt werden. Ein Fes, was der Note E entspricht.

Das b auf dem ersten Bild oben steht nicht direkt vor einer Note, sondern direkt beim Notenschlüssel. Das bedeutet, dass für alle folgenden Noten in dieser Notenzeile ein H als ein B gespielt werden soll. Man kann das „b“ auch vor einzelne Noten mitten im Takt schreiben, dann gilt dieses aber ausschließlich für den Takt, also solange bis die nächste senkrechte Linie kommt.

Jetzt kann man die Noten natürlich nicht nur um einen Halbtonschritt nach unten, sondern auch nach oben verschieben. Dafür wird das Symbol „#“ benutzt, was „Kreuz“ heißt. Dann wird entsprechend die schwarze Taste die links neben der entsprechenden weißen Taste liegt gespielt. Die Benennung ändert sich wie folgt. C -> Cis, D -> Dis, E -> Eis, F -> Fis, G -> Gis, A -> Ais, H -> His. Rechts neben dem E liegt keine schwarze Taste, daher wird die nächste weiße, also das F gespielt.

Jetzt weißt du schon das wichtigste, und kannst mit Übung langsam Anfangen Klavier zu spielen. Ein paar hilfreiche Informationen und Tipps kriegst du aber noch 🙂

Tipp: Merke dir mehr als eine Notenlinie auswendig, sodass du nicht immer soviel zählen musst.

Handhaltung

Bei der Handhaltung ist wichtig dass der Handrücken gerade bleibt. Eine gute Übung dazu die echt Spaß macht ist sich eine Geldstück auf den Handrücken zu legen. Schafft man es dass diese nicht einmal herunterfällt, darf man sich danach ein Eis, oder sonst etwas davon kaufen :).

Notenlängen

Die erste Note die du hier siehst ist eine „Viertel“, die erkennst du an dem schwarz ausgefüllten „Notenbauch“, und dem senkrechten Strich nach oben OHNE Fähnchen daran.

Wäre diese Note nicht ausgefüllt, so wäre es eine „Halbe“, und du müsstest sie doppelt so lange wie eine „Viertel“ spielen.

Wäre die Note nicht ausgefüllt, und der senkrechte Strich würde fehlen, dann wäre es eine „Ganze“, die doppelt so lange wie eine „Halbe“, also viermal so lange wie eine „Viertel“ gespielt wird.

Das Prinzip ist, dass man die Notenlänge der „Ganzen“ immer weiter halbiert. Zur „Halben“ -> „Viertel“ -> „Achtel“ -> „Sechzehntel“ -> „Zweiunddreißigstel“ -> …

Von der Viertel zur Achtel wird einfach noch ein „Fähnchen“ an den Notenhals gehängt. (Im Bild die 2. Note von links) Für die Sechzehntel dann 2 Fähnchen, die Zweiunddreißigstel 3 Fähnchen, … für jedes weiteres Fähnchen die Notenlänge einfach durch 2 teilen.

Notensymbole

Takt

Auf dem Notenbild fallen einem vorallem die Zahlen am Anfang „6/8“ ins Auge. Dies bedeutet dass in einem Takt sechs Achtel gespielt werden. Dies kann man einfach nachzählen, Der Takt endet bei dem senkrechten Strich. Bis dahin werden 2 Viertel und 2 Achtel gespielt. Eine Viertel entspricht der Notenlänge von 2 Achteln, da eine Viertel doppelt so lange wie eine Achtel gespielt wird (1/8 + 1/8 = 1/4). Damit erhält man 6 Achtel.

Ganz oben links die 200 gibt die Geschwindigkeit des Stückes an. Wenn du mit Metronom, also einem Taktgeber, der jede Viertel einen Ton gibt, spielst, dann kannst du bei diesem die Geschwindigkeit einstellen. Das ist für einen Anfänger aber vorerst nicht von Belangen.

Lautstärke

Am Anfang der Noten siehst du ein kleines „f“ das steht für forte, also dass du laut spielen sollst. „ff“ steht für fortissimo und bedeutet sehr laut. Äquivalent dazu gibt es „p“ für piano (leise) und „pp“ für pianissimo (sehr leise) „mp“ oder „mf“ steht für mezzopiano oder mezzoforte, also gemäßigt/mittel leise bzw. laut.

Manchmal findet man in dem Zwischenraum zwischen den Notenlinien des Violinschlüssels und des Bassschlüssels auch ein liegendes offenes Dreieck. Die Richtung in die es geöffnet ist soll man lauter spielen „<„, die in die es sich schließt leiser „>“. „<“ also lauter werden heißt Crescendo und „>“ also leiser werden heißt Decrescendo.

Pausen

Die abgebildete Note, ein rechteckiger Kasten der nach unten von einer Seite herunterhängt ist eine ganze Pause. Eine die auf einer Notenlinie drauf sitzt eine halbe Note Pause. Das kann man sich gut merken, denn die Ganze Pause ist so schwer, dass sie sich nicht mehr oben halten kann, während es die halbe noch gerade so schafft.

Eine Viertel Pause sieht aus wie eine verschnörkelte „3“, während eine Achtel, Sechzehntel, … mit einem Punkt/2 Punkten/3 Punkten und einem Strich hinten dran dargestellt werden.

Allegro steht einfach dafür, dass das Stück schnell und heiter gespielt werden soll.

Erste Stücke

Wenn du jetzt noch Lust hast Klavier wirklich zu lernen ist das schonmal ein gutes Zeichen :). Um Klavier richtig zu lernen ist es wichtig, dass du nicht direkt schöne Pop Stücke einspielst, sondern ersteinmal die unabhängige Fingerbewegung und Fingerfertigkeiten trainierst. Extra für Klavieranfänger wurde die Piano Kids Reihe entworfen, die auch für Erwachsene hervorragend geeignet ist.

Wenn du diese Reihe durchgespielt hast, dann kannst du einfache Pop Stücke praktisch vom Blatt abspielen :). In der concert Version sind bereits Stücke dabei mit denen du ordentlich imponieren kannst :).

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